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Kaufberatung – worauf sollten Sie beim Kauf eines Herdes achten?

Junges Paar in der KücheEin Herd ist in jeder Küche zu finden und im Alltag unverzichtbar. Durch die Vielfalt an Modellen und den Unterschieden in Bezug auf die Ausstattung gestaltet sich die Auswahl häufig schwerer als gedacht. Wir zeigen, welche Punkte Sie beim Kauf beachten sollten, damit Sie einen Herd finden, der genau Ihren Ansprüchen entspricht.

Einbauherd oder freistehend?

Während freistehende Herde das Kochfeld, die Bedienelemente und den Backofen in einem Gerät vereinen, werden diese bei einem Einbauherd in die Küchenelemente integriert. Im Handel findet man außerdem auch Modelle, bei denen der Backofen unabhängig vom Kochfeld verbaut wird. Diese bieten den Vorteil, dass der Backofen auf Augenhöhe angebracht wird und damit eine komfortable Nutzung und Bedienung ermöglicht.

Für welche Herd-Variante man sich entscheidet, hängt letztendlich von der bereits bestehenden Einbauküche ab. Soll der Einbauherd lediglich gegen ein neues Modell ausgetauscht werden, dann muss man hier natürlich darauf achten, dass dieser die gleichen Maße aufweist, damit ein Einbau ohne Probleme möglich ist. Wenn jedoch die komplette Küche neu geplant wird, dann hat man hier die freie Wahl und kann je nach Vorliebe zwischen den verschiedenen Varianten wählen.

Grundsätzlich bieten natürlich freistehende Modelle Vorteile, wenn der Herd einmal ausgetauscht werden muss. In diesem Fall kann man das Modell frei wählen und ist nicht darauf angewiesen, dass die Maße zur bereits vorhandenen Küche passen.

Info: Der AEG Competence 20045 überzeugt als freistehender Herd nicht nur durch seine Flexibilität, sondern wurde von uns auch zum Preistipp gewählt.

Das Kochfeld – Glaskeramik, Edelstahl, Gas oder Induktion?

Neben der Bauform spielt auch das Kochfeld eine wichtige Rolle bei der Auswahl. Diese unterscheiden sich nicht nur preislich, sondern auch in der Bedienung.

Folgende Techniken stehen zur Auswahl:

  • Edelstahlkochfeld mit Massekochplatten
  • Glaskeramikhochfeld
  • Induktionskochfeld
  • Gaskochfeld

Grundsätzlich erfüllen natürlich alle Varianten ihren Zweck, dennoch unterscheiden sie sich erheblich voneinander. Nachfolgend erläutern wir die Vor- und Nachteile der verschiedenen Kochfelder.

Merkmale von Massekochplatten

Die Massekochplatten werden über Heizelemente im Inneren erwärmt. Die einzelnen Kochfelder sind bei diesen Herden erhöht. Dadurch können sich Rückstände und Schmutz leicht an der Außenseite der Kochplatte absetzen und die Reinigung wird erschwert. Zudem können Töpfe nicht ohne Weiteres verschoben werden. Die Aufwärmzeit ist bei diesen Modellen außerdem länger als bei Ceran-Kochfeldern.

Merkmale von Glaskeramikkochfeldern

Glaskeramikkochfelder – auch Ceran-Kochfelder genannt – werden durch ein Heizelement erhitzt, das direkt unter der Glaskeramikoberfläche angebracht ist. Durch das Erhitzen bis zur Rotglut, weisen die Glaskeramikkochfelder in Betrieb eine rote Oberfläche auf. Die Infrarotwärme wird durch den Kontakt direkt auf das Kochgeschirr übertragen. Dies bietet den Vorteil, dass kaum Wärme verloren geht und der Boden von Töpfen und Pfannen gleichmäßig erwärmt wird. Die Reinigung ist außerdem deutlich einfacher als bei anderen Kochfeldern. Allerdings ist die Oberfläche auch empfindlicher und Rückstände können sich dauerhaft einbrennen.

Empfehlung: Unser Testsieger bringt nicht nur ein Glaskeramikkochfeld mit, sondern verfügt außerdem auch über ein Display mit Touch-Funktion.

Merkmale von Induktionskochfeldern

Die Funktion der Induktionskochfelder unterscheidet sich deutlich von den anderen Modellen. Hier sitzt unter der Glaskeramikoberfläche eine Spule, die im Betrieb ein magnetisches Wechselfeld hervorbringt. Dadurch wird Strom in das Kochgeschirr induziert und es entstehen Kurzschlüsse, die den Topf erwärmen. Aufgrund dieser Funktionsweise werden auf dem Induktionskochfeld der Boden des Topfes sowie die Seitenwände erwärmt. Die Aufwärmzeit ist bei diesen Kochfeldern wesentlich kürzer und die Kochzeit dementsprechend verkürzt. Größter Nachteil jedoch ist, dass für die Nutzung spezielles Kochgeschirr benötigt wird. Im schlimmsten Fall müssen bei der Anschaffung alle Pfannen und Töpfe ausgetauscht werden.

Merkmale von Gaskochfeldern

Für den Betrieb eines Gaskochfeldes wird ein separater Gasanschluss in der Küche benötigt. Die meisten Gaskochfelder sind aus Edelstahl gefertigt und beinhalten einen Topfträger aus Gusseisen. Inzwischen findet man jedoch auch Gaskochfelder mit Glaskeramikoberfläche. Das Gaskochfeld spendet direkt Hitze und verkürzt die Kochzeit erheblich. Zudem kann die Hitze hier leichter dosiert werden. So praktisch das Gaskochfeld auch ist – die Reinigung ist aufwendiger als bei anderen Kochfeldern.

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